Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis Dipl. Med. Andreas Ritter, Anna Schütz & Dr. med. Tina Stellwag

Beratungen zur Patientenverfügung

Voraussetzung jeder ärztlichen Maßnahme ist einen bestehende medizinische Indikation. Zusätzlich wird in der Regel die Einwilligung des Patienten benötigt. Dazu ist eine angemessene Aufklärung des Patienten über die Folgen der medizinischen Maßnahme bzw. deren Unterlassung erforderlich (§ 630d Absatz 1 Satz 1 BGB). Ziele und Grenzen jeder medizinischen Maßnahme werden auch bestimmt durch die Menschwürde, das allgemeine Persönlichkeitsrecht mit dem Recht auf Selbstbestimmung sowie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Aufgrund der Weiterentwicklung der Medizin stehen heute umfangreiche Möglichkeiten einer Behandlung zur Verfügung. Nicht alle verfügbaren Möglichkeiten entsprechen den persönlichen Vorstellungen des Patienten für das Ende seines Lebens. Im Falle einer Erkrankung oder hohen Alters, die eine Geschäfts- und/oder Einwilligungsunfähigkeit zufolge hat, ist es das Recht des Betroffenen Vorsorge dafür treffen, wieweit medizinische Maßnahmen am Lebensende bei ihm durchgeführt werden sollen. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich dazu an:

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Verfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr (wirksam) erklären kann. Die Patientenverfügung bezieht sich auf bestimmte medizinische Maßnahmen und wird überwiegend im Zusammenhang mit dem Einsatz oder Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen bezogen.

Vorsorgevollmacht

Hierbei bevollmächtigt der Betroffene eine Vertrauensperson, im Falle einer Notsituation alle oder nur bestimmte Aufgaben für ihn zu erledigen. Der Bevollmächtigte wird mit der Vorsorgevollmacht zum Vertreter des Betroffenen, das bedeutet, er entscheidet an Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Vollmachtgebers. Voraussetzung zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht ist deshalb absolutes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten, dass dieser auch alles im Sinne des Vollmachtgebers entscheidet. Die Vorsorgevollmacht tritt erst bei Eintritt der Entscheidungsunfähigkeit des Vollmachtgebers in Kraft.

Nachteil: Es besteht keine Kontrollmöglichkeit und kann zu einem Missbrauch führen.

Betreuungsverfügung

Für den Fall, dass eine Person die eigenen Angelegenheiten auf Grund von Krankheiten nicht mehr regeln kann, besteht die Möglichkeit einer persönlichen und selbst bestimmten Vorsorge durch eine Betreuungsverfügung.

Vorteil: Eine Betreuungsverfügung entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn es tatsächlich erforderlich wird (§ 1896 BGB).

In unserer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis sind entsprechende Unterlagen und Vordrucke vorhanden.

Wir freuen uns Ihnen behilflich sein zu dürfen.

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